Der kurze Teil ist die Autobahn
Von Moers bis an den Düsseldorfer Stadtrand läuft es: A57 nach Süden, dann die A52 hinein, zusammen 36,0 Kilometer in 34 Minuten. Diese Zahl ist belastbar, solange man nicht in die Morgenspitze fährt. Was danach kommt, ist der eigentliche Umzug, und da zählt nicht die Entfernung, sondern der Weg vom Wagen bis zur Wohnungstür.
In der Landeshauptstadt ist dieser Weg systematisch länger als in Moers. Die Gründerzeitviertel sind als Blockrand gebaut, mit Vorderhaus an der Straße und Hinterhaus im Hof. Die Verbindung zwischen beiden ist eine Durchfahrt, die für Kutschen gedacht war und für einen Umzugswagen in den meisten Fällen zu niedrig oder zu schmal ist.
Deshalb steht der Wagen an der Straße, und die Ladung nimmt den Weg zu Fuß. Das ist kein Mangel, das ist die Bauform des Viertels, und man kann damit rechnen, wenn man es vorher weiß. Nicht wissen heißt: Der Tag wird zwei Stunden länger als die Schätzung.
Jeder Meter steht in der Stundenrechnung
Vom Wagen an der Straße durch die Hofdurchfahrt bis zur Treppe im Hinterhaus sind es oft vierzig Meter. Eine Zweizimmerwohnung bringt rund zweihundert Gänge: Kartons, Lampen, Kleinmöbel, Schrankteile. Hin und zurück sind das sechzehn Kilometer zu Fuß an einem Tag, acht davon mit einem Stück auf dem Arm.
Dagegen hilft nicht Eile, sondern Organisation. Wir setzen Rollbretter und einen Treppenkarren ein, bilden Stapel im Hof statt einzeln zu laufen, und bei langem Weg lohnt die dritte Kraft, ab 23 € je Stunde: Einer bleibt am Wagen und stapelt, zwei gehen. Das klingt nach mehr Geld in der Stunde und ist am Abend weniger auf der Rechnung.
Wenn Sie uns anfragen, schätzen Sie den Weg einmal selbst ab, in Schritten von der Bordsteinkante bis zur Haustür. Diese eine Angabe verändert unsere Stundenschätzung stärker als die Quadratmeterzahl der Wohnung.
Was den Trageweg verkürzt
- Eine freigehaltene Fläche direkt vor der Hofdurchfahrt
- Jemand, der im Hof den Durchgang offen hält
- Ein Stapelplatz im Hof, auf dem Kartons zwischengesetzt werden dürfen
- Türen, die festgestellt sind, damit niemand mit Last anhalten muss
Flingern, Bilk, Oberkassel
Die drei Viertel sind verschieden und haben dasselbe Grundproblem. Flingern ist dicht bebaut, mit Werkstätten und Läden im Erdgeschoss, die morgens ihre eigenen Lieferungen bekommen. Bilk hat breite Hauptstraßen und schmale Nebenstraßen, in denen beidseitig geparkt wird. Oberkassel ist vornehmer, die Häuser sind größer, die Treppenhäuser schöner und die Auflagen strenger.
Je gepflegter das Haus, desto wichtiger ist der Schutz von Treppe, Wand und Handlauf. Wir legen Decken aus und polstern Kanten, in Oberkassel genauso wie in Flingern; Noppenfolie kostet 15 € je Rolle, Decken 1,65 € je Stück und Woche, und in keinem Fall ist das der Posten, an dem gespart werden sollte.
Dazu die Parkraumbewirtschaftung, die in Düsseldorf streng gehandhabt wird. Wo der Wagen am Umzugsmorgen stehen kann, klären wir vor dem Termin; fällt dafür eine Gebühr einer Behörde an, geben wir sie unverändert weiter. Was wir nicht tun, ist am Umzugstag auf ein Wunder zu hoffen.
So planen wir den Tag in die Landeshauptstadt
Beladen in Moers am frühen Morgen, Fahrt gegen neun, Entladen in Düsseldorf vor dem Mittag: Das ist der Ablauf, der auf dieser Strecke aufgeht. Zwei Kräfte im Gespann kosten ab 44 € je Stunde, der Kofferwagen samt zwei Helfern ab 69 € je Stunde, und für eine Wohnung im Hinterhaus planen wir eher sieben Stunden als fünf.
Wird die Ladung größer als einundzwanzig Kubikmeter, ist der zweite Weg über die A57 teurer als auf den kurzen Strecken, weil eine Fuhre mehr gut eineinviertel Stunden Fahrzeit bedeutet. Dann nehmen wir lieber einen größeren Wagen oder packen dichter, statt zweimal zu fahren.