Die typischen Fahrten
Am häufigsten: gebraucht gekaufte Möbel. Jemand findet eine Couch in Duisburg, hat aber keinen Wagen und niemanden zum Tragen. Elf Kilometer hin, elf zurück, zweimal tragen - das sind zwei Stunden, und damit ist es erledigt.
Zweithäufigste: Lieferungen, die nur bis zum Bordstein kommen. Große Möbelhäuser liefern frei Bordsteinkante; wer im zweiten Stock wohnt, steht dann vor dem Problem. Wir holen es von dort ab und tragen es hinein.
- Gebrauchtkauf abholen und liefern
- Speditionslieferung vom Bordstein in die Wohnung
- Einzelstück zur Werkstatt und zurück
- Umräumen zwischen zwei Adressen
Was wir vorher wissen müssen
Beide Adressen, das Stück mit Maßen, und auf welcher Seite getragen werden muss. Ein Esstisch aus dem Erdgeschoss in ein Erdgeschoss ist eine andere Fahrt als derselbe Tisch aus einem dritten Stock ohne Aufzug.
Bei Gebrauchtkäufen hilft es, wenn der Verkäufer ein Zeitfenster nennt und nicht eine Uhrzeit. Wartezeit zählt wie Arbeitszeit, und niemand zahlt gern dafür, dass jemand anderes zu spät kommt.
Eine Frage wird dabei regelmäßig vergessen: Wer zerlegt das Stück beim Verkäufer? Ein Kleiderschrank in einem Obergeschoss geht selten am Stück durch die Treppe, und der Verkäufer hat meist weder Werkzeug noch Zeit dafür. Wir können das übernehmen, dann kommt eine Montagekraft zu ab 27 € je Stunde dazu und der Termin wird länger. Klären Sie deshalb vor dem Kauf, in welchem Zustand übergeben wird und wo die Beschläge liegen.
Was wir nicht fahren
Keine Gefahrgüter, keine lebenden Tiere, keine Lebensmittel, die gekühlt werden müssen. Und nichts, was wir nicht sicher verladen können - ein Marmortisch ohne Transportgestell etwa bleibt stehen.
Bei Klavieren entscheidet der Weg: gerade Strecke und Erdgeschoss ja, Wendeltreppe nein. Das klären wir am Telefon, nicht vor Ort.
Eine Abholung beim Privatverkäufer, Schritt für Schritt
Die wichtigste Minute liegt vor dem Kauf, nicht vor der Fahrt. Nehmen Sie drei Maße des Stücks, Breite, Höhe und Tiefe, und halten Sie sie gegen die engste Stelle am Ziel: Wohnungstür ohne Türblatt, Treppenwendung, Podest. Ein Esstisch, der auf dem Foto gut aussieht, ist in der Küche eines Siedlungshauses manchmal zwanzig Zentimeter zu breit, und das zeigt sich nicht am Telefon, sondern im Treppenhaus. Fragen Sie außerdem nach dem Gewicht und danach, ob sich das Stück zerlegen lässt; beides entscheidet darüber, ob eine zweite Kraft mitfährt.
Für den Termin brauchen wir beide Anschriften mit Geschoss, eine Telefonnummer des Verkäufers und ein Zeitfenster, das er bestätigt hat. Vor dem Verladen sehen wir uns das Stück an und melden uns, wenn etwas anders ist als beschrieben: ein gebrochenes Bein, eine fehlende Platte, ein Sofa, das in Wirklichkeit ein Dreisitzer ist. Dann entscheiden Sie am Telefon, ob es mitkommt, und niemand muss hinterher eine Auseinandersetzung führen.
Mit dem Kauf selbst haben wir nichts zu tun. Wir übergeben kein Geld und schließen nichts ab; überweisen Sie vorher oder bleiben Sie telefonisch erreichbar. Was wir tun, ist die Übernahme zu quittieren, das Stück in Decken zu setzen und es so zu verladen, dass nichts darauf liegt. Am Ziel wird es in die Wohnung getragen und aufgestellt, nicht an der Haustür abgesetzt, und die Verpackung nehmen wir wieder mit. Wird beim Verkäufer selbst getragen, gilt dort dieselbe Regel wie am Ziel: Ein Stück, das durch ein fremdes Treppenhaus geht, wird vorher abgedeckt, damit aus einem Gefallen kein Schaden wird.
Der Ablauf einer Abholung
- Maße nehmen und mit der engsten Stelle am Ziel vergleichen
- Beide Anschriften, Geschosse und ein Zeitfenster mit dem Verkäufer absprechen
- Wir prüfen Maß und Zustand und melden Abweichungen vor dem Verladen
- Verladen in Decken, gesichert, und nichts darauf gestapelt
- Am Ziel hineintragen und aufstellen, Verpackung nehmen wir mit
- Übernahme quittieren, damit beide Seiten denselben Stand haben